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Tauchen als Beruf: 15 Jahre Leidenschaft, ein Jubiläum und eine Geschichte, die so niemand geplant hat
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Tauchen als Beruf – für die meisten klingt das nach einem fernen Traum. Für Stefan Bartnitzky aus Wuppertal ist es seit über 20 Jahren gelebte Realität. Aber der Weg dorthin begann nicht mit einem großen Plan. Er begann mit einer Trennung, einem freien Nachmittag und einem Sprung ins kalte Wasser. Manchmal braucht das Leben nur einen kleinen Anstoß, um eine völlig neue Richtung einzuschlagen.
Tauchen als Beruf beginnt oft mit einem Zufall

© Stefan Bartnitzky

© Stefan Bartnitzky
Corona, Zweifel und warum Tauchen als Beruf trotzdem trägt
5 Jahre Tauchen, 15 Jahre Action Sport – das klingt nach einer Erfolgsgeschichte ohne Brüche. Doch auch Stefan hatte seinen härtesten Moment. Corona traf die Tauchbranche wie kaum eine andere. Kein Kursgeschäft, keine Reisen, keine Kunden. Der Shop stand kurz vor dem Aus. Was ihn durchgebracht hat? Ein guter Steuerberater, der die Lage schnell im Griff hatte – und die unerschütterliche Überzeugung, dass das hier das Richtige ist. Stefan sagt es so: Solange die Freude da ist, macht man weiter. Wenn sie geht, gibt man den Schlüssel ab. Und die Freude ist geblieben.Was Tauchen als Beruf wirklich bedeutet: Menschen, Momente, Magie
Gefragt nach unvergesslichen Momenten, muss Stefan nicht lange überlegen – und kann sich dann doch nicht auf einen einzigen festlegen. Er hat als Sicherheitstaucher für Film und Fernsehen gearbeitet. Er hat Menschen in die Unterwasserwelt geführt, die vorher Angst vor dem Wasser hatten. Und er hat erlebt, wie aus fremden Menschen auf einem Tauchboot innerhalb von Stunden echte Freunde wurden – verbunden durch Handzeichen, Luftblasen und die gemeinsame Faszination für das, was unter der Oberfläche liegt. Ein Moment bleibt besonders hängen. In Ägypten, beim Abendessen auf einem Tauchschiff, merkte Stefan, dass sein nächster Tauchgang sein 1400. sein würde. Kurzerhand überredete er den Guide und seine Freundin zu einem spontanen Nachttauchgang – ohne Zodiac, direkt vom Boot. Was folgte, war ein Tauchgang in absoluter Dunkelheit, nur das Licht der Lampen, dazu Tiere, die man tagsüber nie zu Gesicht bekommt. Und das Gefühl, genau dort zu sein, wo man hingehört.Was Stefan jedem rät, der Tauchen als Beruf denkt – oder einfach anfangen will
Für alle, die noch zögern: Stefan hat eine klare Botschaft. Tauchen ist kein Extremsport. Es ist ein Breitensport mit klaren Regeln und er lässt sich in jedem Alter lernen. Wer einen Tauchkurs machen will, sollte das am besten in Deutschland tun, in der eigenen Sprache, ohne den Urlaub dafür zu opfern. Wer sogar über eine Selbstständigkeit in der Tauchbranche nachdenkt, bekommt von Stefan einen nüchternen, aber ehrlichen Rat: Der Markt ist nicht mehr so einfach wie früher. Wer es trotzdem wagen will, sollte nicht bei null anfangen, sondern ein bestehendes Geschäft übernehmen, in ein Team einsteigen und auf ein Netzwerk setzen. Die Leidenschaft allein reicht nicht – aber ohne sie geht es auch nicht.Fazit: Tauchen als Beruf ist mehr als ein Job
Stefan Bartnitzky hat seinen Weg nicht geplant. Er hat ihn gespürt – und ist ihm gefolgt. Vom Landschaftsbauer zum Course Director, vom Hobbysprung zum Tauchshop-Inhaber, vom Einzelkämpfer zum Teil eines deutschlandweiten Netzwerks. 15 Jahre Action Sport Partner sind keine Zahl. Sie sind das Ergebnis von Mut, Spontaneität und einer Leidenschaft, die bis heute nicht nachgelassen hat. Manchmal braucht es eben nur eine Trennung. Und einen Tauchlehrer, der einem die Hand hält.
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