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Ostseetauchen: Was dieses Meer so besonders macht
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Wer ans Tauchen denkt, denkt an tropische Riffe, bunte Fische und 30 Meter Sicht. Die Ostsee bietet das nicht – und ist trotzdem eines der faszinierendsten Tauchgebiete Europas. Ostseetauchen ist anders. Es ist unberechenbar, überraschend und für alle, die sich darauf einlassen, oft eindrucksvoller als erwartet. Was dieses Gewässer so besonders macht, warum es biologisch einzigartig ist – und was Taucher wissen sollten, bevor sie ins Wasser gehen.
Die Ostsee ist kein normales Meer

@ MirellaST from Pixabay

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Wracks: Geschichte auf dem Meeresgrund
Ostseetauchen und Wracks gehören untrennbar zusammen. Die Ostsee war über Jahrhunderte ein zentrales Handelsmeer und Kriegsschauplatz – entsprechend viel liegt auf dem Grund. Von mittelalterlichen Handelsschiffen bis zu Fähren aus den 1990er Jahren, von Flugzeugwracks bis zu noch unentdeckten Relikten, die jedes Jahr nach den Herbststürmen neu freigelegt werden. Marinearchäologen fliegen jährlich im Frühjahr die Küste ab und vergleichen Luftaufnahmen, um neue Funde zu dokumentieren. Die meisten Wracks werden bewusst nicht geborgen. Das Salzgehalt der Ostsee konserviert Holz und Metall hervorragend – an der Luft würden viele Funde sofort zerfallen. Das macht die Ostsee zu einem natürlichen Freilichtmuseum, das jedes Jahr neue Überraschungen bereithält.Ostseetauchen praktisch: Was man wissen sollte
Navigation ist beim Ostseetauchen keine Nebensache. Der Grund ist oft einheitlich, Orientierungspunkte fehlen. Wer ohne Ortskenntnis ins Wasser geht, verlässt sich besser auf einen Kompasskurs als auf Sichtpunkte. Strömung aus westlicher Richtung ist häufig – wer sich treiben lässt, muss das in die Planung einkalkulieren. Erfahrene Einheimische oder lokale Tauchbasen zu fragen, lohnt sich immer. Tiefe ist selten das limitierende Element beim Ostseetauchen – Temperatur schon eher. Die flachen Bereiche können im Hochsommer über 20 Grad warm werden, in der Tiefe oder nach kalten Einströmungen aus dem Norden bleibt es ganzjährig kalt. Ein gut sitzender Neoprenanzug oder Trockentauchanzug ist Pflicht. Die beste Zeit für Ostseetauchen ist der Spätsommer und frühe Herbst – September, Anfang Oktober. Die Blaualgenblüte ist vorbei, die Sicht gut, die Strömung ruhig, die Touristen weg. Alles, was im Frühjahr geschlüpft ist, ist ausgewachsen. Und das Licht fällt tief und warm ins Wasser.Fazit: Ostseetauchen lohnt sich
Die Ostsee ist kein Ersatz für das Rote Meer – sie ist etwas völlig anderes. Wer sich auf ihre Eigenheiten einlässt, findet ein Tauchgebiet, das Geschichte, Biologie und Landschaft auf engstem Raum vereint. Kein Tauchgang ist wie der andere. Und genau das macht Ostseetauchen so besonders.
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