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Tauchen als Beruf: 15 Jahre Leidenschaft, ein Jubiläum und eine Geschichte, die so niemand geplant hat

Tauchen als Beruf – für die meisten klingt das nach einem fernen Traum. Für Stefan  Bartnitzky aus Wuppertal ist es seit über 20 Jahren gelebte Realität. Aber der Weg dorthin begann nicht mit einem großen Plan. Er begann mit einer Trennung, einem freien Nachmittag und einem Sprung ins kalte Wasser. Manchmal braucht das Leben nur einen kleinen Anstoß, um eine völlig neue Richtung einzuschlagen.

Tauchen als Beruf beginnt oft mit einem Zufall

© Stefan Bartnitzky

Es war 1996, als Stefan zum ersten Mal unter Wasser ging. Seine damalige Freundin wollte nicht mitkommen – also ging er allein. Was als Verlegenheitslösung begann, wurde zur Offenbarung. Im Schwimmbad, beim ersten OWD-Kurs, merkte er schnell: Das hier ist etwas anderes. Etwas, das zieht. Der erste Freiwassertauchgang verlief allerdings weniger romantisch. Der Kopf unter Wasser, die trübe Sicht in einem deutschen See – und ein klares inneres Nein. Doch sein Tauchlehrer ließ ihn nicht einfach aufgeben. Er nahm ihn buchstäblich an die Hand und führte ihn in die Unterwasserwelt ein. Fünf Minuten später war Stefan verloren – im besten Sinne. Die Unterwasserwelt gehörte ihm. Was folgte, war eine Intensität, die kaum zu fassen ist: Beim ersten Tauchgang am 31. März startete er. Bis Jahresende folgten 180 weitere Tauchgänge – fast ausschließlich in Deutschland. Im Jahr darauf nochmal 190. Nach knapp zwei Jahren hatte Stefan fast 400 Tauchgänge hinter sich. Nur 15 davon im Ausland.   Vom Landschaftsbau ins Wasser: Tauchen als Beruf wird Wirklichkeit Hauptberuflich war Stefan damals Landschaftsbauer – selbstständig, mit eigenem Betrieb. Das Tauchen war Leidenschaft, aber noch kein Lebensunterhalt. Das änderte sich durch einen weiteren Zufall. Auf der Messe BOOT, der größten Tauchmesse der Weltweit, begleitete er einen Freund, der sich dort selbstständig machen wollte. Für den Freund kam es nicht infrage. Für Stefan schon. Spontan entschied er sich, einen eigenen Tauchshop zu eröffnen. 1997 war es so weit. Zunächst lief der Shop parallel zum Landschaftsbau – morgens Garten, abends Tauchausrüstung. Bis 2007 der Schnitt kam. Das Tauchen gewann. Der Landschaftsbau blieb zurück. Stefan hatte sein Hobby zum Beruf gemacht – und bereut es bis heute keinen einzigen Tag. 15 Jahre Action Sport Partner: Tauchen als Beruf in einem starken Netzwerk

© Stefan Bartnitzky

Auch der Beitritt zur Action Sport Gruppe verlief – natürlich – spontan. Eine Woche vor BOOT hatte Stefan den Namen zum ersten Mal gehört. Er informierte sich kurz, fasste seinen Entschluss und bat Werner Schwarz, den Gründer und CEO, um zehn Minuten. Kein Termin, keine Vorbereitung – nur eine klare Überzeugung. Noch am selben Tag war klar: Das wird etwas. Drei Wochen später folgte die Vertragsunterzeichnung. Was Stefan an Action Sport von Anfang an überzeugte, war das Modell dahinter. Kein klassisches Franchise, bei dem die Zentrale vorschreibt, was ins Regal kommt. Sondern eine Einkaufsgemeinschaft, in der jeder Händler sein eigener Chef bleibt – mit den Vorteilen eines großen Netzwerks. Welche Marken er führt, welche Produkte er anbietet, wie er seinen Shop gestaltet: Das entscheidet Stefan selbst. Die Gruppe stärkt den Einzelnen, ohne ihn einzuengen.

Corona, Zweifel und warum Tauchen als Beruf trotzdem trägt

5 Jahre Tauchen, 15 Jahre Action Sport – das klingt nach einer Erfolgsgeschichte ohne Brüche. Doch auch Stefan hatte seinen härtesten Moment. Corona traf die Tauchbranche wie kaum eine andere. Kein Kursgeschäft, keine Reisen, keine Kunden. Der Shop stand kurz vor dem Aus. Was ihn durchgebracht hat? Ein guter Steuerberater, der die Lage schnell im Griff hatte – und die unerschütterliche Überzeugung, dass das hier das Richtige ist. Stefan sagt es so: Solange die Freude da ist, macht man weiter. Wenn sie geht, gibt man den Schlüssel ab. Und die Freude ist geblieben.

Was Tauchen als Beruf wirklich bedeutet: Menschen, Momente, Magie

Gefragt nach unvergesslichen Momenten, muss Stefan nicht lange überlegen – und kann sich dann doch nicht auf einen einzigen festlegen. Er hat als Sicherheitstaucher für Film und Fernsehen gearbeitet. Er hat Menschen in die Unterwasserwelt geführt, die vorher Angst vor dem Wasser hatten. Und er hat erlebt, wie aus fremden Menschen auf einem Tauchboot innerhalb von Stunden echte Freunde wurden – verbunden durch Handzeichen, Luftblasen und die gemeinsame Faszination für das, was unter der Oberfläche liegt. Ein Moment bleibt besonders hängen. In Ägypten, beim Abendessen auf einem Tauchschiff, merkte Stefan, dass sein nächster Tauchgang sein 1400. sein würde. Kurzerhand überredete er den Guide und seine Freundin zu einem spontanen Nachttauchgang – ohne Zodiac, direkt vom Boot. Was folgte, war ein Tauchgang in absoluter Dunkelheit, nur das Licht der Lampen, dazu Tiere, die man tagsüber nie zu Gesicht bekommt. Und das Gefühl, genau dort zu sein, wo man hingehört.

Was Stefan jedem rät, der Tauchen als Beruf denkt – oder einfach anfangen will

  Für alle, die noch zögern: Stefan hat eine klare Botschaft. Tauchen ist kein Extremsport. Es ist ein Breitensport mit klaren Regeln und er lässt sich in jedem Alter lernen. Wer einen Tauchkurs machen will, sollte das am besten in Deutschland tun, in der eigenen Sprache, ohne den Urlaub dafür zu opfern. Wer sogar über eine Selbstständigkeit in der Tauchbranche nachdenkt, bekommt von Stefan einen nüchternen, aber ehrlichen Rat: Der Markt ist nicht mehr so einfach wie früher. Wer es trotzdem wagen will, sollte nicht bei null anfangen, sondern ein bestehendes Geschäft übernehmen, in ein Team einsteigen und auf ein Netzwerk setzen. Die Leidenschaft allein reicht nicht – aber ohne sie geht es auch nicht.

Fazit: Tauchen als Beruf ist mehr als ein Job

  Stefan Bartnitzky hat seinen Weg nicht geplant. Er hat ihn gespürt – und ist ihm gefolgt. Vom Landschaftsbauer zum Course Director, vom Hobbysprung zum Tauchshop-Inhaber, vom Einzelkämpfer zum Teil eines deutschlandweiten Netzwerks. 15 Jahre Action Sport Partner sind keine Zahl. Sie sind das Ergebnis von Mut, Spontaneität und einer Leidenschaft, die bis heute nicht nachgelassen hat. Manchmal braucht es eben nur eine Trennung. Und einen Tauchlehrer, der einem die Hand hält.

Unsere Redaktion wird geleitet von Chefredakteur Markus Mensch, der sich schon als Redakteur für Munichs Best, dem blu Magazin und dem Leo Magazin einem Namen machen konnte. 2010 gründete er das Online-Magazin „magazine4“, welches Ende 2014 verkauft wurde. Nun sticht er mit “Monaco de Luxe” neu in See, vereint sein Netzwerk und seine Erfahrungen, um neue Ziele für seine Leser, Kunden und Partner zu erreichen.

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